Geschichte

Geschichte des Hauses Formentini

Die Anfänge des Hauses Formentini sind legendär. Zu Beginn des 13. Jahrhunderts jedoch stimmen alle Quellen in einem Punkt Überein: der erste Träger dieses Namens war Simone de Versa genannt Formentino, beheimatet in Cividale dei der Porta Broxana. Im Jahre 1300 erhielt Simone Lehen vom Patriarchen Gerio von Aquileja. Seinen Sohn Formentini in den Adelsrat von Cividale ein!!, und wenig später wird die Bedeutung dieser Familie aufs neue bestätig: in Anerkennung ihrer Verdienste um die Sache des Reiches erhebt Kaiser Karl IV. mit Dekret vom 20. Oktober 1357, gegeben zu Melnich, die Söhne jenes oben genannten Simone, Giovanni, Leonardo und Nicolò Formentini, in den Adelsstand des Heiligen Römischen Reiches. Von diesen wiederum nehmen verschiedene genealogische Linien ihren Ausgang: jene des Leonardo blieb stets in Cividale ansässig und erlosch mit Bartolomeo in der ersten Hälfte des XVII. Jahrhunderts. In den anderen Zweigen der Familie, die von Leonardo abstammten, blieben zwei ebenfalls in Cividale, bereiteten sich in der Folge jedoch über das ganze Friaul aus; die dritte Linie siedelte sich im XVI. Jahrhundert im östlichen Friaul an , wo sie heute noch weiterlebt.
Im Jahre 1437 erwarb Adamo Formentini die Burg Cusano (nahe Pordenone) und wurde auch offiziell damit belehnt. Kraft dieses Lehens traten die Formentini in das Parlament von Friaul ein und nannten sich von nun an Herren von Cusano. Seit jener Zeit nahm die Familie einen steten Aufschwung, dessen Etappen im folgenden chronologisch dargestellt werden:
1541 Als Gerichtsherren von Tolmino gehören die Formentini von nun an auch zum Adel von Görz.
1606 Dem Görzer Zweig der Familie wird auch die Gerichtsbarkeit von Biglia übertragen.
1623 Mit dem Dekret vom 1 September 1623, unterzeichnet zu Wien, verleiht Kaiser Ferdinand II. für Verdienste um das Reich den Kindern des verstorbenen Generals Carlo Formentini, Luigi, Ferdinando, Elisabetta und Aurora, die Baronswürde des Heiligen Römischen Reiches mit dem Prädikat di Tolmino e Biglia.
1718 Der Senat der Republik Venedig verleiht Lodovico Giuseppe Formentini in Hochschatzung der Verdienste des Hauses Formentini um den Staat Venedig mit Dekret vom 27. August 1718 den Grafentitel.
1857 Durch Allerhöchsten Entscheid, gegeben zu Wien am 12 August 1857, anerkannt und bestätigt Kaiser Franz Josef I. den Grafentitel für den Görzer Zweig der Familie.
Wappen: zweigeteilt, links Silber, darauf drei Wildschweine übereinander, das mittlere mit einem silbernen Schild, rechts rot mit silberner Binde.

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Geschichte des Schlosses

Der Südwesten des Collio war schon in prähistorischer Zeit bewohnt, und Mauerreste und Münzfunde in der Nähe von San Floriano weisen auf eine anschließende römische Besiedlung hin. Das erste Dokument, in dem der Ort San Floriano genannt wird, stammt aus dem Jahr 1170 und ist ein Kaufvertrag zwischen der Äbtissin Irmilint des Klosters Santa Maria in Aquileja und den Bewohnern von San Floriano betreffend Grundstucke, Weinberge und Hauser.
Das Kastell war ursprünglich zur Verteidigung des Landes errichtet worden und stellte ein Glied einer Kette von Burgen dar, deren wichtigste Görz und Gradisca waren. Auf dem Collio setzte diese sich weiter fort mit den Burgen Quisca, San Martino, Dobra etc.
Im Jahre 1520 kaufte Viciguerra Formentini aus Cividale das Kastell, das bis dahin den Ungrispach gehört hatte. Die Schlossanlage wurde restauriert, woran heute noch eine Gedenktafel an der Nordmauer erinnert. Aus der oben Abgebildeten Zeichnung von 1609 ist ersichtlich, das die Anlage aus einem zentral gelegenen Haupttrakt, der Wohnung des Feudalherrn, weiteren Wohnbauten und der Kirche bestand, die von einer Wehrmauer mit gewaltigen Türmen umschlossen waren.
Wahrend der Gradiscakriege zwischen der Republik Venedig und den Habsburgern (1615 – 1617) wurde San Floriano von den Venezianern erobert, die in den Kellern des Schlosses 300 Flaschen besten Weines fanden.
Der Erste Weltkrieg (1914 – 1918) fügte dem Schloss irreparable Schäden zu, vor allem den gegen Süden und Südwesten gelegenen Teilen, wo nur noch Reste der äußeren Mauern zu sehen sind. Gut erhalten sind hingegen die charakteristischen Teile gegen Norden hin, das Tor, zwei Turme und ein Mauerstück mit Schiessscharten. Gegenüber erkennt man den Verlauf des Grabens entlang der Mauer, und auf dem Wachturm ist noch ein großer Kamin zu sehen. Im Erdgehschoß befand sich einst dort, wo jetzt das RESTAURANT untergebracht ist, der Weinkeller.

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Golf Hotel Formentini - S. Floriano del Collio (GO)  Italia / Tel. +39 0481 884051 Fax +39 0481 884052 E-mail isabellaformentini@tiscali.it